Fri, Mar 27 | Vienna

Hijaz Hareb

Am 30. März gedenken die PalästinenserInnen der Ereignisse des „Tag des Bodens“ im Jahr 1976. An diesem Tag brach im gesamten Land die größte Volkserhebung seit 1948 gegen den zionistischen Siedlerkolonialismus aus. Der Aufstand begann mit den Protesten der AraberInnen in den Dörfern Galiläas gegen
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Hijaz Hareb

Time & Location

Mar 27, 2020, 7:00 PM
Vienna, Vienna, Austria

About the Event

Am 30. März gedenken die PalästinenserInnen der Ereignisse des „Tag des Bodens“ im Jahr 1976. An diesem Tag brach im gesamten Land die größte Volkserhebung seit 1948 gegen den zionistischen Siedlerkolonialismus aus. Der Aufstand begann mit den Protesten der AraberInnen in den Dörfern Galiläas gegen die Landkonfiszierungen durch den israelischen Staat. Die Repression der Proteste kostete sechs PalästinenserInnen das Leben und hinterließ Dutzende Verletzte. Der Aufstand verbreitete sich in ganz Palästina und hielt für mehrere Monate an. Er begründete den Begriff „Intifada“, der seit damals nicht mehr aus dem palästinensischen politischen Lexikon wegzudenken ist. Der 30. März wurde zu einem jährlichen Gedenktag, politischer Ausdruck des Widerstands gegen die zionistische Kolonialexpansion in Palästina und Symbol der Einheit der PalästinenserInnen über die Grenzen hinaus, die sich aus den Kategorien der israelischen Handlungen bzw. Verwaltung von Arabern im Land ergeben (Westjordanland, Gaza, Staatsbürger im Staatskerngebiet, Vertriebene). Der Tag des Bodens verkörpert die Tatsache, dass es bei der Palästina-Frage um Land und Befreiung geht und nicht um einen „Staat“ mit einem Sitz bei der UNO, dessen Preis die Anerkennung und die Akzeptanz des zionistischen Staats in Palästina wären. Der kürzlich präsentierte Trump-Plan stellt das endgültige Aus für einen langen fruchtlosen Verhandlungsweg dar. Die palästinensische Autonomiebehörde, die auf die „Internationale Gemeinschaft“ gesetzt hat, steht heute vor dem politischen Bankrott. Die schwachen Reaktionen der Weltgemeinschaft beweisen erneut, dass es keinen Weg zur Beendigung der Besatzung gibt außer die Verschiebung der Kräfteverhältnisse in eine Richtung, wo die Besatzung kostspielig für die Besatzer wird. Es gibt nur Eins, was den politischen Niedergang der Palästina-Frage aufhält und die PalästinenserInnen wieder zum signifikanten Faktor in der Politik macht: Widerstand! Der dreißigjährige verlogene Friedensprozess steht vor seiner Niederlage. In dieser Zeit hat die israelische Kolonialpolitik den Verhandlungsgegenstand, das Westjordanland, so zerstückelt, dass nichts Brauchbares übrig geblieben ist. So dunkel heute alles erscheinen mag, so öffnen die andauernden Protestaktionen der PalästinenserInnen als Reaktion auf Trumps „Deal“ und das Standhalten der palästinensischen Organisationen im belagerten Gaza-Streifen den Horizont für eine neue palästinensische Befreiungsbewegung. Indem wir den Tag des Bodens feiern, halten wir an der Einheit des Kampfes der PalästinenserInnen und der AraberInnen gegen Zionismus, Kolonialismus und gegen das korrupte Marionettenregime in der Region fest. Wir laden alle solidarischen Menschen zur Feier des palästinensischen Tags des Bodens am 27. März 2020 ins OKAZ ein. Künstlerisches Hauptprogramm ist ein Musikkonzert des in Paris lebenden palästinensischen Sängers ِAbu Gabi. Freiheit für Palästina!

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